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Mehr Licht, weniger Nebel: Neue Tortechnik für Lackierkabinen verbindet helle Glasflächen mit schwellenlosen Dichtungen

Industrietore in einer LackierkabineLuftdicht, gedämmt und leicht zu reinigen – wegen dieser Grundvoraussetzungen ähneln die meisten Lackierräume eher geschlossenen Containern als praktischen Arbeitsplätzen. Für die zuständigen Lackierer birgt die kompakte Konstruktion allerdings Probleme: Nicht nur weil sie abgetrennt von Tageslicht und Umfeld arbeiten müssen, sondern auch weil die Anschlagschwellen der Türen zur Stolperfalle für das Lackiergut werden können. Um das zu ändern, haben die Torspezialisten von Bothe-Hild eigens für den Lackieranlagenbauer Sehon großflächig verglaste und wärmegedämmte Torlösungen entwickelt. Die mehrflügligen Falttore bieten nicht nur eine bequeme Einfahrtsbreite, dank einer Bodenstreifdichtung gehört auch das Holpern über die Schwelle der Vergangenheit an.

 

Sehon zählt in Deutschland zu den Marktführern in Sachen Lackierkabinen. Die Kunden sind vielfältig, von kleinen und mittleren Lackierbetrieben über Autohäuser bis hin zu Ausbildungszentren. Je nach Bedarf werden die Anlagen an die konkrete Anwendung angepasst. So gehören etwa Torbreiten von 2 bis 6,5 Metern und Höhen bis zu 5 Metern zum Portfolio. Die Tore sind aber auch ein kritischer Punkt in der Konstruktion, da sie als größtes bewegliches Teil absolut dicht schließen müssen. „Gleichzeitig muss das Tor über Jahre verwindungssteif und richtungsstabil bleiben“, erklärt Tiemo Sehon, Geschäftsführer des Lackieranlagenexperten. „Verzieht es sich, greift die Dichtung nicht mehr und Lacknebel tritt aus.“ Dadurch würde nicht nur die Qualität der Lackierung beeinträchtigt, sondern vor allem auch die Gesundheit der Mitarbeiter.

Schwellenlos glücklich: Streifdichtung ersetzt Anschlag

Problematisch kann zudem die untere Anschlagschwelle werden, wenn zum Beispiel nicht ganze Fahrzeuge, sondern einzelne Teile lackiert werden. Diese werden üblicherweise auf Rollständer gelegt und in die Kabine geschoben, die Schwelle stellt hier ein gefährliches Hindernis dar. Durch die Erschütterung beim Überfahren können die Stücke verrutschen und verkratzen oder gar herunterfallen. Eine Bedingung für die neuen Tore war daher eine über die ganze Breite schwellenlose Konstruktion. Bei der jetzt verwendeten Lösung von Bothe-Hild sorgt stattdessen eine Bodenstreifdichtung an der Unterkante für einen dichten Abschluss, Gummi-Dichtlippen sichern die Torränder.

Bei der Konzeption der Schließmechanismen stand die Gesundheit der Mitarbeiter an erster Stelle. Daher verfügen die Falttore über einen Gehflügel und eine Schlupftür mit Obertürschließer, die den Arbeitern einen schnellen Weg aus der Kabine öffnen. „Sicherheit hat hier oberste Priorität“, so Guido Bloch von Bothe-Hild. „Deshalb haben die Tore auch keine Verriegelung, bei einem Ernstfall kann so jeder zügig den Raum verlassen.“ Des Weiteren prüfen Türendschalter ständig die Position der Tore. Sind sie geöffnet, wird automatisch die Absaugung abgeschaltet.

Lichtdurchflutet: Dämmscheiben halten Wärme in der Kabine

Da in Lackierkabinen Farbe aber nicht nur aufgetragen, sondern auch fixiert wird, war die Wärmedämmung ein wichtiger Aspekt der Konstruktion. Auf rund 80 Grad Celsius werden die Kabinen aufgeheizt, um die Objekte nach dem Lackieren schnell zu trocknen. Die benötigte Heizenergie ist enorm, jedes bisschen Wärme, das aus der Kammer entweichen kann, kostet Geld. Um möglichst gute Dämmwerte zu erhalten, wurden daher die Lackierräume bislang meist nur mit kleinen Lichtöffnungen ausgestattet oder ganz ohne Fenster gebaut. „Für die Lackierer sind das allerdings unangenehme Arbeitsbedingungen – ohne Tageslicht und Kontakt zu den Kollegen draußen“, berichtet Sehon. „Idealerweise sollten die Kabinen sowohl wärmeisoliert als auch hell gestaltet sein, am besten großflächig verglast.“

Die neue Torstruktur trägt diesem Umstand Rechnung: In die mit Mineralwolle gedämmten Aluminium-Profile sind große Glasscheiben eingelassen. Während für die Falttore, welche die Lackierkabinen nach außen abschließen, normale Wärmedämmscheiben verwendet werden, kommt bei den Trocknungsanlagen eine Dreifach-Verglasung zum Einsatz. Erst der sehr niedrige U-Wert dieser Scheiben macht die lichtdurchflutete Gestaltung überhaupt wirtschaftlich. Zusätzlich profitiert auch die Optik der Kabinen von dieser Lösung.

Leicht zu reinigen: Glatte Wände bieten Lack keinen Halt

„Glas hat außerdem den Vorteil, dass es sich leicht reinigen lässt“, erklärt Bloch. Lackspuren, die sich aus dem Sprühnebel auf der Verglasung absetzen, lassen sich unkompliziert entfernen und der Durchblick bleibt frei. Auch die Tore selbst sind auf eine einfache Reinigung ausgelegt. Das Rolltor zum Trockenraum hat keine Spalten und ist an der Außenseite völlig glatt. Das Falttor der Lackierkabine wiederum ist so gedreht, dass die glatte Seite nach innen zeigt. So wird verhindert, dass sich Farbe in Winkeln und Lücken ablagert, von wo sie nur schwer wieder zu lösen wäre.

Seit Mitte 2009 nutzt Sehon Torsysteme von Bothe-Hild. Ausschlaggebend dafür war neben der Qualität der Tore vor allem die Fähigkeit auf Sonderfälle der Branche einzugehen. „Dafür wurden alle technischen Möglichkeiten geprüft“, so Sehon. „Was die Isolierverglasung und den Verzicht auf eine Anschlagschwelle betrifft, sind wir dadurch unter den ersten Anbietern auf dem Markt.“ In den ersten sechs Monaten wurden bereits 20 neue Falt- und acht neue Rolltore verbaut.

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